Die Google I/O 2013 hat begonnen und die neuen Features werden gerade bekannt gegeben. Es gibt einiges an Neuerungen und leider auch einiges, das mir nicht wirklich gefällt. Fangen wir mit den Punkten an, die mir nicht zugesagt haben bzw. noch verbessert werden können.
Die ersten zwei Kritikpunkte beziehen sich auf Android Developers. Einmal geht es um die allgemeine Funktion, unpublished Apps nicht löschen zu können. Ich sehe keinen Grund, warum man Android Apps, die man einmal veröffentlicht hat und dann aus dem Store genommen hat nicht einfach löschen oder ausblenden kann. Sie erscheinen immer und immer und immer im Developers Dashboard.
Der nächste Punkt geht um die neuen Translations. Es ist nun möglich seine XML für eine App an ein professionelles Translation-Team zu schicken, das einem für ein paar Euro innerhalb von ein paar Wochen die übersetzte File zuschickt. Das ist zwar nett aber nicht ganz optimal, wie ich finde. Viel besser wäre es, wenn die Community bei der Übersetzung mithelfen kann und das ganze durch Votings abgesichert wird. Das Prinzip kennt man von Twitter, Facebook, WhatsApp und co. Bei denen hat sich das Konzept bewährt, warum also nicht direkt für Android-Devs anbieten?
Nach den Android Developer Features wurde der neue Google Play Music All Access vorgestellt. Im Grunde ist es eine Musik-Flatrate, genau wie bei Spotify, Simfy und co. Und eben genau so. Es gibt kein wirklich neues Feature, alles wurde abgekupfert, sogar Radio und Recommendations. Hier finde ich hätte sich Google wirklich etwas neueres einfallen lassen können als den Service für den selben Preis wie Spotify anzubieten. Die Spotify-Devs beißen sich momentan bestimmt gerade in den Ar**h. Ich bin gespannt, ob sich Spotify – was ja einen engen Deal mit Facebook hat – halten kann oder ob Google den Service überrollt. Ich persönlich fände das sehr schade, doch sind wir mal ehrlich.. Spotify ist auch nur Simfy in grün. Allerdings hätte ich ein paar mehr Features von Google dazu erwartet. Einfach kopieren kann jeder. Was mir außerdem gefehlt hat, ist das selbe Konzept für Filme, siehe LOVEFiLM, WatchEver, etc. Dann gäbe es wirklich einen schlagenden Grund, warum man mit Musik und Filmen zu Google wechseln sollte.
Nächster Schritt: Das neue Samsung Galaxy S4. Ernsthaft? Nein. Einfach nein.
Das wars erstmal mit dem ganzen Shitstorm von mir, hier die positiven Dinge: Sync, Usability und Analyse. So gut wie alle Services und Plattformen wurden nun von Google miteinander synchronisiert. Das heißt man hat seine Hangouts überall, seine Spiele, Websites und sogar Notifications auf allen Devices und alle Daten zentral auf Googles Servern. Womit wir bei der usability wären. Das ganze ist natürlich schön einfach und Google geht in die richtige Richtung und gibt dem Nutzer so wenig Optionen auf den ersten Blick wie möglich und guckt, was der Server selbst machen kann. Durch den dritten und letzten Punkt: Analyse. Google durchforscht nun zum Beispiel, welche Fotos wichtig für einen sind, indem es guckt, welche Personen darauf zu sehen sind, welche Emotionen sie haben und welche Bilder bekannt sind. Also zum Beispiel irgendwelche Sehenswürdigkeiten, etc. Das passiert nun nicht nur bei den Bildern, die man macht, sondern auch bei Posts, die man veröffentlicht. Und bei diesem Feature bin ich sehr zwiegespalten. Zum Einen ist es eine genial geile Idee und super umgesetzt, zum Anderen ist es auch beängstigend, was Google kann. Google weiß wie du aussiehst, wie deine Familie aussieht, wo du warst und was du erlebt hast. Und Google kann all dies analysieren und auswerten. Außerdem werden Erinnerungen gefälscht. Bilder werden aufgeputscht und Menschen zum Lachen gebracht.. Stell dir das mal auf einer Beerdigung vor *g*
Ich bin gespannt, wie sich das Internet, die Technologie und Google in den nächsten Jahren entwickeln wird und was noch auf der Google I/O kommen wird. Ich glaube, dass das ganze zwar in die richtige Richtung geht, aber Google eine wichtige Sache noch nicht gesehen hat…..
Der Root-User unter Linux ist super, er kann einfach alles. Zum Beispiel sich selbst umbenennen. Wer root nicht unbedingt mag und sich lieber blue nennt, kann seinen Systemnutzer ganz einfach ändern. Und zwar mit diesen zwei einfachen Zeilen:
find /etc -type f -exec sed -i \
's/root/blue/g' {} \;
mv /root /blue
Wenn du nicht blue heißen willst, sondern green oder purple, kannst du natürlich blue durch was auch immer ersetzen. Nach einem Neustart kannst du dich nun mit blue und deinem alten root-Passwort anmelden. Einige Systemservices werden zwar nicht mehr starten, einige Programme nicht mehr funktionieren und einige Dateien nicht mehr gefunden werden, aber hey – ich bin blue, ich darf das!
Dass das nicht zu empfehlen ist und auf keinen Fall auf einem Produktivsystem gemacht werden darf, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Die obige Zeile macht nämlich nichts anderes als alle Vorkommen von “root” in sämtlichen Dateien unter /etc in das Wort “blue” zu ändern und anschließend das /root-Homeverzeichnis nach /blue zu verschieben. Dass man damit nicht arbeiten kann, ist daher nur logisch. Linux bootet aber einwandfrei, es lässt sich anmelden, es erzählt einem nach einem whoami, dass man blue sei und setzt alle Berechtigungen auf den neuen User. Auch das Installieren von Paketen oder das Starten von (manchen) Initscripten funktioniert. Wer aber z.B. mit su - zu blue wechseln will, müsste mit einem sed -i ‘s/root/blue/g’ /bin/su das Programm “patchen”.
Aber wie gesagt: Nicht ausprobieren! Ich wollte es nur einmal festhalten ;)
Das HTC One ist ja schon ein geiles Teil. Es sieht wunderschön aus, hat eine super Kamera, hat ein hochwertiges Unibody-Gehäuse aus Metall und.. ja.. das wars. Das neue Flaggschiff von HTC wurde seit dem Release von allen Medien gehyped und angepriesen, also habe ich es mir vor vier Tagen zugelegt und ich muss leider sagen, dass ich etwas enttäuscht bin. Ich bin ein absoluter HTC-Fan und finde das Billigplastik von Samsung oder die schlechte Verarbeitung von LG einfach das letzte und halte HTC für den hochwertigsten Hersteller, was Smartphones angeht, doch leider hat das auch seinen Preis. Und zwar wortwörtlich, denn solche Devices sind immer Spitzenreiter in Sachen Hochpreis. Doch für Qualität zahle ich auch gerne mal den ein oder anderen Euro.
Als dann das One zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte und aus seinem edlen Karton huschte, sprang mir gleich der erste Nachteil ins Gesicht: Es ist fett. Zwar nicht in der Tiefe, aber in der Höhe. In der Tat ist das One so fett, dass es quasi unmöglich ist es mit nur einer Hand dauerhaft zu bedienen. Entweder bekommt man das Handy nicht an, weil der Einschalter unvorteilhaft oben links positioniert ist (mal ganz im Ernst, warum da? warum ausgerechnet da?) oder man bekommt einen Krampf in den Fingern, wenn man es länger als 15 Minuten in der Hand hält. Zudem erreicht man mit seinem Daumen nicht den oberen Abschitt des Displays, was etwas schlecht ist, da dort ja bekanntlich der Menü-Button von Android ist.
…was uns gleich zum zweiten Negativpunkt bringt: Das One hat keinen Menü-Button Hardwareseitig. Entweder man rootet das Device und funktioniert das HTC-Logo als Button um oder man hat den tollen Workaround, den sich die (non)Sense-Devs ausgedacht haben: Alle Apps, die per Default nicht den Menü-Button in der Leiste oben unterstützen – dazu zählt auch die ab Werk installierte Facebook-App – bekommen einen fetten, schwarzen Balken am unteren Bildschirmrand dazu, der einzig und allein dazu dient, das Menü aufzurufen. Und da das One nur zwei Buttons hat, nämlich “Zurück” und “Home”, wurde der Home-Button dreifach gemappt. Ja, dreifach. Kurz drücken (wenn man denn trifft, der Sensor ist nämlich sehr klein) bringt einen zum Homescreen, lange drücken öffnet Google Now und zweimal kurz getippt öffnet das Recent-Apps-Menü. Was die Buttons betrifft, hat HTC also nicht viel über Usability nachgedacht. Punktabzug.
Kommen wir zu HTC Sense. Dazu möchte ich meine Meinung nicht äußern, da das ganz klar eine Geschmacksfrage ist. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Lassen wir das also außen vor. Worüber ich mir allerdings einen Wolf ärgern könnte ist das hier links. Genauer: Der “Power saver”-Mode. Du kannst dich auf den Kopf stellen, Kunststücke machen, das Ding mit Pappe überkleben, den Teil des Displays rausflexen, es geht ohne Root nicht weg. Die Steigerung von “am grausamsten” ist “Power saver”. Warum um Himmels Willen kann HTC nicht eine Funktion einbauen, die es einem erlaubt diese gottverdammte Benachrichtigung auszublenden? Ich möchte den Power saver nicht jetzt benutzen und auch nicht später. Wenn der Akku fast leer ist, wird er doch sowieso automatisch aktiviert. Das ist der Grund, warum ich das Handy einen Tag nachdem ich es bekommen habe gerootet habe. Und soll ich dir was sagen? Ich bin frei! Und es fühlt sich gut an!
Mein Fazit: Das HTC One ist ein qualitativ hochwertiges Smartphone und für Leute, die nicht unbedingt ein 100% makelloses Telefon haben wollen sehr zu empfehlen – auch weil die Lautsprecher der Wahnsinn sind und es das erste gute Handy mit Infrarot ist – aber trotzdem ist es für stolze 700 Euro für mich nicht gut genug konzipiert. Es wird sich zeigen, was die Zeit in Sachen Custom ROMs und Tweaks mit sich bringt, doch eigentlich möchte ich das nicht. Ein Handy, das fast so viel gekostet hat wie mein Auto (wow.. klingt irgendwie heftig) soll von Anfang an funktionieren, und zwar perfekt.
Du hast ja davon gehört. Die Telekom will ab 2. Mai diesen Jahres neue Internet-Tarife ab einer gewissen Datenmenge drosseln. Meine Meinung dazu ist die selbe, wie man sie überall im Netz liest. Zwar kann ich verstehen, dass die Telekom den Intensivnutzern mehr Geld abnehmen will als dem “Normalbürger”, aber dass Telekomeigene Dienste bzw Dienste, die sich mit dem pinken Riesen gepartnert haben vom Traffic-Zähler ausgenommen werden – So z.B. Spotify, Entertain und Telekom Cloud – finde ich eine bodenlose Frechheit. Die Telekom nutzt hierbei eindeutig die quasi-Monopolstellung aus um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen.
Ich habe mich mal informiert, was ich hier in meinem Dorf für alternativen hätte. Neben Congstar – genau, der Tochtergesellschaft – gibt es hier nichts. Keine hübsche Alice, kein Vodafone (wobei die ja aus verschiedensten Gründen sowieso schon ganz weit unten durch sind bei mir) und kein Kabel Deutschland. Für mich ist das also ein Monopol, auch wenn es laut Definition nicht so ist. Ich könnte ja woanders hin ziehen oder 1und1 dafür bezahlen, bei mir auszubauen. Is ja kein Thema, hab ja nen Esel der Geld.. naja wie auch immer.
Ein weiterer Punkt ist die Begründung, mit der sie die Drosselung durchziehen wollen. Es geht ihnen darum, dass der “brave” Nutzer dann mehr von seiner Leitung hat, was ja im Grunde ziemlich egal ist. Kann er ja abgesehen von ein paar mal pro Monat nicht nutzen. Außerdem werden sie das Geld, das sie dadurch mehr verdienen natürlich in den Netzausbau stecken.. ich hab selten so gelacht. Dem Konzern geht es finanziell ziemlich gut und sie könnten das DSL weitaus besser ausbauen. Es gibt genug Gebiete, in denen es bis jetzt noch immer kein schnelleres DSL gibt als 1 oder 3k. Sollen sie doch alle woanders hinziehen. ISDN haben sie ja, langt doch. Aber benutzt doch bitte unser Entertain und unsere Cloud.
Die wahre Überzeugung dahinter ist meiner Meinung nach, dass die Telekom einfach einen Grund braucht weiter Daten zu sammeln. Im deutschen Gesetz steht, dass Daten wie Login-Zeit, IP und co. nicht gespeichert werden dürfen, solange keine Limitierung der Flatrate besteht. Bisher hat sich die Telekom mit der Begründung davor gedrückt, dass es viel zu umständlich wäre, ein neues System einzuführen.. Jaja.. rm -rf * im crontab ist schon sehr umständlich.
Und wo wir beim Thema sind: Für mich sind Tarife, die nach einer gewissen Nutzung eingeschränkt werden – sei es Telefon, mobiles Internet oder eben DSL – keine Flatrates. Ich verstehe unter Flatrate, dass du in ein Restaurant gehst und frisst, bis du aus den Latschen kippst. Und dann ist du weiter. Schließlich bezahlst du genau dafür. Das, was die Telekom und andere Anbieter (insbesondere im mobilen Bereich) anbieten, sind Volumentarife. Ich möchte also, dass die Telekom ihre Angebote zukünftig nicht als Flat betitelt, sondern als Volumentarif.
Lang hats gedauert, doch was lange währt wird endlich gut. Es gibt mittlerweile die Google+ Kommentarbox für den eigenen Blog, ähnlich wie es Facebook schon seit einer gefühlten Ewigkeit hat. Google+ sucht sich nun alle Beiträge mit der entsprechenden URL und zeigt eine Kommentarbox an, unter der dann mit dem Google+ Namen kommentiert werden kann. Scheint wunderbar zu funktionieren, wie folgender Beitrag zeigt.
Ich war so frei und habe auch alle alten Beiträge durch Google+ Kommentare ersetzt, einfach, weil dadurch viel mehr Feedback reingekommen ist als durch die eigentliche Kommentarfunktion.
Was hältst du von der neuen Kommentarbox? Schreib deine Meinung.. in die Kommentare :)
Ich denke du hast bereits mitbekommen, dass Facebook ihr erstes Smartphone von HTC auf Android-Basis angekündigt haben. Der Unterschied zum Rest der Welt: Es hat einen angepassten Launcher, also einen anderen Desktop sowie – soweit ich das mitbekommen habe – keinen Lockscreen. Der Launcher ist dabei anders aufgebaut, als die bisherigen. Egal ob iPhone, Android oder Windows Phone, der Launcher hat immer die selbe Funktion: Apps und Informationen anzeigen und von dort aus mit Menschen interagieren – durch Apps versteht sich.
Facebook findet das den falschen Ansatz und will, dass die Kommunikation mit den Personen erstrangig ist. Realisiert hat Facebook das dadurch, dass der Homescreen Facebook ist und über Facebook die Anwendungen gestartet werden. Innerhalb der Anwendung kann aber auch wieder mit dem Homescreen interagiert werden.
Geplant ist, dass man also durch eine einfache Wisch-Geste alle Statusupdates und Bilder der Freunde auf dem Homescreen hat. Vollbild. Was in der Demo ganz schön aussieht, wird in Realität aber wohl kaum funktionieren. Erstens gibt es unzählige Bullshit-Posts, die einen auf der Startseite des Handy gleich mal gar nicht interessieren und zweitens gibt es unzählige Bilder, die entweder stinklangweilig sind wie z.B. Essen oder Bilder, die NSFW – also “not safe for work” – sind und man beim anschalten des Handys immer Angst haben muss, dass Mutter gleich nen halben Porno sieht, wenn sie daneben steht. Bei Statusupdates wird das Coverphoto der jeweiligen Person in den Hintergrund gelegt. Das sieht in 90% der Fällen dann so aus, dass man entweder das Gesicht incl. 30 Pickeln in Vollbild auf dem Monitor hat oder man ein total ablenkendes Bild sieht, bei dem man sich nicht auf den Status konzentrieren kann. Dann aus Versehen doppelt auf den Bildschirm getappt anstatt weitergewischt und schon hat man den peinlichen Beitrag seiner Ex auf Facebook geliked. Super!
Zudem gibt es laut dem Demovideo keinen Lockscreen mit eventueller Code-Eingabe oder Unlock-Pattern. Das hat einmal den Nachteil, dass das Ding direkt in der Tasche losgeht und amokliked oder ein unbefugter gleich alle Informationen über den gesamten Freundeskreis erfährt.
Man sieht also, ich bin nicht wirklich begeistert von dem Konzept. Zumindest nicht auf dem Smartphone, weil ich glaube, dass das der falsche Usecase ist. Gestern habe ich allerdings eine Präsentation über Google Glass gesehen. Darüber, wie Glass aufgebaut ist und welche Informationen es bietet. Im Grunde ist das genau das, was Facebook versucht auf das Smartphone zu bringen. Informationen in Kacheln – was man ja auch von Microsoft kennt – über den ganzen Bildschirm. Was beim Smartphone meiner Meinung nach keinen Durchschlag hat, könnte bei einer Brille, die nur als Helfer fungiert und nicht primäres Kommunikationsmittel ist, den großen Sieg bringen.
Wie stehst du zu Facebook Home und dem HTC First? Siehst du diese Innovation als sinnvoll an?
Ich persönlich finde den Google Reader eine der wichtigsten Websites im ganzen Internet. Er bietet(e) mit die Möglichkeit, alle Seiten, die mich mit Informationen beglücken zu überwachen. Um so trauriger ist es für mich, dass Google dem Reader den Gnadenschuss verpasst hat. Im Nachhinein ist feedly sogar die bessere Alternative, trotzdem habe ich mich gefragt, warum der Reader dran glauben musste.
Die offizielle Begründung ist ja, dass damit kein Geld verdient werden kann. Wenn man mal genauer darüber nachdenkt, ist das völliger Bullshit. Erstens hätte Google im Reader Werbung einbinden können, weswegen garantiert keiner gemeckert hätte, zweiten ist Google darauf nicht angewiesen und drittens verursacht der Reader bei den abonnierten Blogs doch einiges an Traffic. Und auf diesen Blogs ist wiederum Werbung durch Google AdSense geschaltet. Der Punkt, dass damit also kein Geld verdient werden kann fällt aus meiner Sicht also weg.
Ein weiterer Grund, den man des öfteren im Internet hört ist, dass Google dadurch nicht genug Nutzerinfos sammeln konnte. Unser alter Datenkrake Google legt viel Wert darauf, das Surfverhalten des Nutzers zu analysieren und basierend darauf Resultate in der Google Suche, Google Now und co anzupassen. Natürlich wird auch die AdSense-Werbung auf den verschiedenen Seiten angepasst. Das merkt man ganz deutlich bei Schuhen. Sobald man einmal auf Amazon der Zalando (unfreiwillig) nach Schuhen sucht, bekommt man die darauf folgende Woche überall nur noch Werbung für Schuhe eingeblendet.
Man kann mir erzählen, was man will, aber dass Google durch den Reader nicht genug Produktinfos zu einem Nutzer gesammelt hat, ist doch wohl Käse. Wie viele Leute (einschließlich mir) hatten denn im Reader Schnäppchenblogs? Wie viele lassen sich über die neusten Geräte in der Branche informieren? Das wäre genug Markt, um AdSense gezielt an den Surfer anzupassen.
Da all diese Gründe quatsch sind und Google sich mit Sicherheit Gedanken über die Schließung des Readers gemacht hat, kommt hier meine eigene Theorie, warum Google in letzter Zeit so unfassbar viele Dienste und Funktionen einstellt: Noch vor Steve Jobs Tod haben die Google-Gründer eine Mail von dem Apple-Chef bekommen, in der Steve erklärt hat, welche Taktik Apple fährt – die übrigens durch Mr. Cook gerade zunichte gemacht wird. Leider finde ich das Schreiben nicht mehr, daher nun frei aus der Erinnerung:
Apples “Geheimnis” ist, dass sie sich immer nur auf ein Produkt fixieren. Es gibt nur ein Modell des iPhones, eines des iPads (ja.. war wohl nichts), etc. Zudem stellt Apple alle Produkte, die großen Anklang finden, ein. Beispiele wären hier Apple Ping und der Apple Mac Pro. Google tut es nun Apple gleich und stellt alle Dienste, die nur unnötig Support und Wartungszeit kosten ein. So wird demnächst garantiert auch Google Tasks, Google Toolbar, Google Video, Google Blogsearch und viele mehr eingestellt. Doch auch an bestehenden Diensten wird abgespeckt. Funktionen, die die breite Masse nicht braucht, werden abgeschaltet. So zum Beispiel Blocked Sites und demnächst vermutlich auch einige/alle Labs aus Google Mail und Google Kalender.
Ich persönlich finde es schade, dass Google nun auch diese Schiene fährt, kann es aber auch verstehen. Und so bietet Google anderen Anbietern die Möglichkeit, ihre Kompetenz auf die Probe zu stellen, macht uns nicht ganz so Google abhängig und gibt den Entwicklern mehr Zeit sich auf die Kernprodukte von Google zu fixieren. Wenn Tasks allerdings abgeschaltet wird, werde ich weinen.
Ich glaube ja, dass das Internet so wie du es heute benutzt nicht mehr lange existieren wird. Wer in den letzten Jahren mal den Smartphone-Markt verfolgt hat, sieht folgende Entwicklung: Zu iOS kam Android, dann kam Windows Phone, webOS, Meego und noch ein paar kleine, die nicht lange ueberlebt haben. Jetzt gibt es Ubuntu Phone und Firefox OS. In den naechsten Monaten werden wir als Konsumenten also folgende Systeme zur Auswahl haben: iOS, Android, Windows Phone, Ubuntu Phone und Firefox OS. Also 5 verschiedene Systeme, die sich fuer den 0815-Nutzer nicht wirklich unterscheiden. Alle haben sie Apps, alle sehen sie etwa gleich aus und machen das selbe. Das Problem ist nur, dass es 5 unterschiedliche Systeme sind und die App-Entwickler somit auch 5 verschiedene Anwendungen schreiben muessen. Also gibt es auf jedem System Apps, die es auf dem anderen nicht gibt. Auf dem einen sind die Apps besser, auf dem anderen schlechter, hier geht das nicht, dort geht dies nicht. Durch die parallele Entwicklung so vieler Apps geht viel Zeit und auch viele Ressourcen verloren, die anderweitig vielleicht viel besser zu gebrauchen waeren. Und nicht nur das: Auch der Verbraucher ist total ueberfordert. Warum Apple so erfolgreich ist, duerfte mittlerweile den meisten klar sein: Sie haben immer ein einziges Produkt (gehabt). Ein iPhone, ein iMac, ein iPad. Und nun zum Vergleich Samsung: Galaxy S3, Galaxy Nexus, Galaxy Note II, Epic 4G, Droid Charge, Galaxy S, … da blickt doch niemand mehr durch. Keiner weiss, was er kaufen soll. Und bevor man sich Tagelang mit dem Thema befasst kauft man halt etwas, das jeder hat und funktioniert: Das iPhone. Und wenn man schon dabei ist, kann man ja gleich noch das iPad kaufen. Synchronisiert ja alles so schoen.
Apropos Synchronisation: Das ist das, was mir persoenlich am wichtigsten ist. Ich hasse es, meine Kontakte, Mails, Daten, Kalender, etc. auf jedem Geraet, das ich habe synchron zu halten. Und auch das Anpassen an das andere UI des anderen Geraetes ist ebenso nervig. Optimal waere daher folgendes: Ein System auf Computer, Tablet, Smartphone und Fernseher. Android hat das Problem als erstes erkannt und es geschafft, das System sowohl auf dem Handy als auch auf dem Tablet zum Laufen zu bringen. Mit den selben Apps und den selben Daten. Und nein, Apple hat das nicht geschafft. Schonmal versucht, eine iPhone App auf dem iPad laufen zu lassen?
Dass Android auf dem Tablet nicht optimal ist, da es primaer ja ein Smartphone-System war, hat Microsoft gemerkt und sofort gegengesteuert. Sie haben jetzt Windows Phone 8 fuer das Smartphone, Xbox fuer den Fernseher und Windows 8 fuer Tablet und PC. Look and Feel ist hier bei allen Systemen mehr oder weniger gleich. Da man aber mit dem Modern-UI (Diesen Kacheln) nicht sonderlich gut arbeiten kann, gibt es immer noch den Windows 7-Look auf manchen Tablets und auf dem PC. Und das ist der Grund, warum Windows 8 sch*%sse ist. Man hat zwei Interfaces, die man kombinieren muss. Das ist laestig und will keiner. Und jetzt kommts: Ubuntu hat aus den Fehlern von iOS, Android und Windows gelernt und das (in meinen Augen) beste Konzept geschustert: Ubuntu auf dem Desktop, Ubuntu on Tablets auf dem Tablet, Ubuntu on Phones auf dem Smartphone und Ubuntu TV auf der Glotze. Das Konzept scheint perfekt: Das gleiche UI auf allen Bildschirmen, sowohl mit der Hand als auch mit der Maus als auch mit der Fernbedienung intuitiv bedienbar. Apps, die auf allen Systemen laufen und ein Geraet mit allen Daten. Mit Ubuntu ist es in Zukunft also (zumindest theoretisch) moeglich das Smartphone in das Tablet zu stecken, das Tablet in das Notebook (So kennen wir es bisher vom ASUS PadFone) und das Noteb.. nein, das Smartphone in den Fernseher. Mit der Leistung, die ein modernes Smartphone bietet, kann man meines Erachtens nach gut arbeiten. Hoffen wir also, dass die aktuell ziemlich verbuggte Beta von Ubuntu for Phablets bald in einen Stable-Release kommt und die Hardware-Hersteller nicht den selben Fehler wie bei Samsung machen.
Aber zurueck zu meinem eigentlichen Thema, ueber das ich heute meckern wollte: Die Fragmention im Internet. Im Internet gibt es genau wie auf dem Smartphone-Markt unzaehliche Seiten, die genau das gleiche machen: Facebook, Google+ und Twitter – Maxdome, Lovefilm und Watchever – Spotify, Simfy und Napster – Google, Yahoo und Bing und nicht zu vergessen die unzaehlichen Blogs, Foren, Websites, etc. pp. Die Liste ist wirklich endlos. Sicher, das ist das, was das Internet zu dem gemacht hat, was es ist, aber langsam wird das Internet zu einem Platz, der von absolut jedem verwendet wird. Frueher waren nur Nerds im Netz, die alle genau wussten, was sie machen. Heute hat jeder Internet, egal ob Kleinkind, Grossmutter, Hausfrau, Techie oder wer auch immer. Die Masse ist bequem, das Internet jedoch ganz und gar nicht. Dienste wie Google haben sich als Aufgabe gesetzt, das Chaos das sich Internet schimpft, etwas uebersichtlicher zu machen. Aber man sieht, dass das nicht ganz einfach ist: Trotz jahrelanger Arbeit und unglaublichen Algorithmen geballt mit unfassbarer Serverpower, die das Netz durchsucht, ist es Google nicht gelungen die einfachsten Fragen zu beantworten. “Wo finde ich das beste Handy?” leitet nur an eine unendliche Liste an komischen Websites, die alle anders aussehen und eine komplette Anpassung des Nutzers erfordern.
Man erinnert sich: Android hat auch so angefangen. Es gab keine Designrichtline und jede App sah anders aus. Die eine schoen, die andere grausam. Und das hat irgendwie nicht wirklich funktioniert. Jeder fand, dass iOS Apps besser sind. Und das liegt einfach daran: Jeder weiss, wie sie zu bedienen sind, weil sie gleich sind. Mittlerweile gibt es auch bei Android Designrichtlinien, an die man sich halten sollte. Und so wird auch das Internet gezaehmt werden. Natuerlich geht sowas nicht ueber Nacht, aber ein grosser Teil wurde schon migriert. Facbeook, Google, Amazon und co. bereiten immer mehr Content auf, der dann in einheitlichem Design ausgegeben wird. Einfache, statische Websites gibt es so gut wie gar nicht mehr im Internet und der Trend geht zur Vereinheitlichung. Auch die Art, wie man sich Software beschafft zeigt das ganz deutlich. Bei Windows ist es immer noch Gang und Gebe die gewuenschte Anwendung von irgend einer dubiosen Seite aus dem Netz zu laden. Mit Windows 8 gibt es aber endlich den Windows Store, der eben das abschafft. Linux hat das Konzept eines Stores schon seit ich denken kann durch Repositories geloest.
Ich bin also gespannt, wie sich die Technik in den naechsten 10-15 Jahren entwickelt und wann es das naechste Informationsmedium geben wird, das das Internet abloesen wird.
Ich habe mal das Kommentier-Verhalten meiner Leser beobachtet und habe festgestellt, dass so gut wie alle Kommentare über Google+ zu dem entsprechenden Beitrag von mir abgegeben werden. So gut wie niemand benutzt die WordPress eigene Kommentarfunktion.
Warum also nicht die Kommentare aus einem Google+ Post in WordPress integrieren? So ähnlich wie es viele Seiten mit Facebook machen? Hier bietet Facebook eine API und ein Plugin für WordPress an, mit dem man einfach einen Facebook-Comments-Stream unter einem Blogpost einbinden kann. Dank der mangehaften API von Google ist dies wohl noch niemandem gelungen.
Ich möchte trotzdem versuchen meinen Blog auf Google+ Comments umzustellen indem ich den entsprechenden Post einfach unter der Seite als kleinen iframe einbinde. Ich bin gespannt, ob das so klappt, wie ich mir das wünsche oder ob hier nur mist rüberkommt.
Was hältst du von der Idee? Schreib es auf Google+ ;)
Update: Das mag Google wohl nicht.. Google verbietet es, das eigene Social Network via iframe einzubinden:
Die DKB aka Deutsche Kreditbank wirbt auf ihrer Webpräsenz mit dem Titel “Internet-Bank”. Weil ich auf der Suche nach genau einer solchen Bank war, habe ich mir hier ein Konto incl. Kreditkarte erstellt. Mal abgesehen davon, dass die DKB wohl “Unstimmigkeiten bei Ihren persönlichen Angaben” festgestellt hat und direkt meinen Perso wollte (ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich Karim heiße oder gerade 18 geworden bin), hat die Anmeldung ganz gut geklappt. Nach 3 Wochen hatte ich sowohl EC als auch Kreditkarte incl. aller PINs, Nummern, Passwörter, IDs und was man nicht so alles bekommt, wenn man sich bei einer Bank anmeldet. Mitunter auch ein Lappen, der sich iTAN schimpft.
Vielleicht kennst du es noch. Das Ding aus Papier, auf dem 100 Nummern drauf stehen um sich “auszuweisen”. Ich habe so einen Wisch das letzte mal vor 2 Jahren bei der Volksbank gesehen, weil sie es dann aufgrund mangelnder Sicherheit ausgemustert haben und durch das schicke mTAN-Verfahren ersetzt haben: Sobald man eine Aktion tätigt, wird einem eine TAN per SMS an eine vordefinierte Nummer geschickt. Das klappt schnell, problemlos und ist um Längen sicherer als ein Fetzen mit Zahlen drauf.
Der Nachteil – mal abgesehen vom Sicherheitsrisiko – der iTANs liegt klar auf der Hand: Sie liegen auf der Hand und sind damit umständlich, nehmen viel Platz weg, sehen hässlich aus, sind nicht mobil und laufen ziemlich schnell ab (um genau zu sein nach etwa 80 mal). Warum also noch auf dieses altmodische Mittel setzen? – Das habe ich mich auch gefragt und direkt mal den Support angeschrieben. Schnell ist er ja, das muss man ihnen lassen:
Guten Tag,
ist es möglich ein anderes TAN-Verfahren zu wählen? TANs auf Papier halte ich für eine “Internet-Bank” doch recht überholt und vor allem sehr umständlich, weil man das Blatt immer mit sich führen muss um auch unterwegs eine Überweisung zu tätigen.
Vielen Dank
Deren Antwort folg sogleich:
Sehr geehrter Herr G****r,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Da DKB-Kunden mit dem bewährten, nutzerfreundlichen iTAN-Verfahren gute Erfahrungen gemacht haben, planen wir aktuell keine Umstellung auf mTAN oder chipTAN.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest.
Für Ihre Fragen sind wir gern Ihr Ansprechpartner.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Kreditbank AG
Na sicher. Kurz mal gegooglet und gleich die Antwort zusammengestellt: